Partnerstadt Mortain

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Städtepartnerschaft Mortain / Thannhausen

Seit dem Jahre 1981 besteht die Partnerschaft zwischen der Mindelstadt Thannhausen und der französischen Gemeinde Mortain.

Die Wappen von Mortain und Thannhausen

Mortain, idyllisch in die Landschaft der südlichen Manche in der Normandie eingebettet, bietet Sehenswürdigkeiten, die Dank des verwendeten Granits in diesem ehemals normannischen Lehensgut Jahrhunderte überdauert haben. Hierzu zählen zum Beispiel die berühmte „weiße Abtei“ L‘Abbaye Blanche wie auch die Stiftskirche St. Evroult. Touristischer Anziehungspunkt sind auch die Wasserfälle Grande Cascade oder die kleine Kapelle ”Petite Chapelle“, von wo aus man bei günstiger Witterung einen herrlichen Blick bis zum 40 km entfernten Moint-Saint-Michel an der Meeresküste genießen kann.

 

Eine vielzahl zwischenmenschlicher Begegnungen der Partnerstädte haben die beiden Komitees in den zurückliegenden Jahren organisiert. Hierzu zählen u.a. ein Staffellauf von Mortain nach Schwaben sowie im Gegenzug eine Radtour von Thannhausen aus. Ein bayerischer Abend erfreute die französischen Freunde in gleicher Weise wie auch Konzerte, Vereinsveranstaltungen oder ein bayerischer Maibaum. Ständig an die Partnerschaft erinnert wird die Bevölkerung durch den riesigen Granitblock, der künstlerisch in die Gestaltung des Thannhauser Mortainplatzes einbezogen wurde.

 

Auf dem Platz der Partnerschaft in Mortain weisen Friedenstauben aus Thannhausen auf die tiefe Freundschaft der Partner hin, die auch durch die zwischen ihnen liegenden 1100 Kilometer nicht getrübt wird.

 

Komitee der Städtepartnerschaft Thannhausen-Mortain

Vorsitzende Gertrud Zimmermann-Wejda

45 Jahre gelebte Freundschaft: Besuch aus Mortain zum Thannhauser Stadtfest

Die Städtepartnerschaft zwischen Thannhausen und Mortain feiert in diesem Jahr ein ganz besonderes Jubiläum: Seit 45 Jahren verbindet die beiden Städte eine enge Freundschaft, die nun beim Thannhauser Stadtfest vom 25. bis 28. Juli 2025 wieder auflebt.

Nach einer sechsjährigen Pause freuen wir uns, endlich wieder Gäste aus unserer französischen Partnerstadt Mortain in Thannhausen begrüßen zu dürfen. Der Besuch markiert nicht nur ein bedeutendes Kapitel in der Geschichte der Städtepartnerschaft, sondern auch einen neuen Impuls für den kulturellen Austausch und die persönliche Begegnung zwischen den Bürgerinnen und Bürgern beider Städte.

Ein besonderes Highlight ist der Crêpe-Stand auf dem Stadtfest. Mit viel Liebe und Originalrezepten aus der Normandie kommt ein Stück französischer Lebensart nach Thannhausen. Der gesamte Erlös aus dem Verkauf der Crêpes kommt einem besonderen Projekt zugute: der Renovierung der historischen Orgel in der Collégiale von Mortain.

Wir laden alle Bürgerinnen und Bürger herzlich ein, den Crêpe-Stand zu besuchen, mit unseren Gästen ins Gespräch zu kommen und so aktiv zur Pflege der Städtepartnerschaft beizutragen. Gemeinsam feiern wir 45 Jahre gelebte europäische Freundschaft – mit Musik, Begegnung und kulinarischem Genuss.

Chronik der 40 Jahre Partnerschaft

Da es, wegen Corona 2020 und jetzt 2021 keine Möglichkeit zur Kontaktpflege mit einer Reise nach Mortain, oder ein Besuch von Mortainern in Thannhausen möglich ist, schreiben wir eine Chronik mit vielen Fotos und kurzen persönlichen Geschichten. Aufgeschrieben werden die Geschichten jeweils von Beteiligten an den verschiedenen Aktionen und Begegnungen.
Für die Bevölkerung von Thannhausen und seiner Umgebung wird die Aktion auch sichtbar von der Tagespresse begleitet. Dazu gibt es noch bedruckte Planen mit Stadtansichten und Sehenswürdigkeiten von Mortain in Thannhausen und dito von Thannhausen in Mortain. Aufgestellt bleiben sie das ganze Jahr am gleichen Ort und erinnern an den Geburtstag der Partnerschaft. Start der Aktion soll (je nach Pandemielage) Ende Juni- Anfang Juli 2021 sein.

 

Was ist geplant:

Es wird in beiden Städten zeitgleich ein visueller Spazierweg mit Gebäuden, Plätzen, Sehenswürdigkeiten aus der Partnerstadt geschaffen. Die Banner leiten so informativ durch die Partnerstadt und weisen auf das Jubiläum hin. Im Buch erzählen Bürger ihre Partnerschaftsgeschichte mit Erinnerungsfotos.
 
40 Jahre Partnerschaft – Chronik
Mit der Chronik wollen wir erreichen, dass ältere Mitbürger die sich nicht mehr auf die strapaziöse Reise begeben können, sich und ihre Freunde im Buch wiederfinden und ihre vielleicht schon vergessenen  Erinnerungen austauschen können. Die Chronik beginnt mit einem Editorial zu den Städtepartnerschaften in den Jahren 1980/1981 und beschreibt, wie es zur Städtepartnerschaft mit der Gemeinde Mortain in der Normandie gekommen ist. Der zweite Teil im Buch gibt persönliche Geschichten mit Fotos wieder, die Bürger mit und in der Partnerschaft gemacht haben.
Beim Spaziergang durch die Stadt sollen alle Bürger und Neubürger von Thannhausen an dieses Ereignis vor 40 Jahren erinnert werden und Neugier auf unsere Partnerstadt Mortain geweckt werden.Offene Grenzen und ein persönlicher Kontakt mit Familien schafft Vertrauen und Empathie für europäische Vorhaben. Eine Mitarbeit in einem Partnerschaftsgremium erleichtert die Kontaktaufnahme. Politische Bildung gibt es „gratis“ dazu. In unserer Chronik erfahren Schüler und junge Auszubildende, wie Lebensentwürfe von jungen Menschen vor 40 Jahren, sich durch Kontakt über die Partnerschaft entwickelt haben und was daraus geworden ist.

Eine nicht gewöhnliche Radtour zu Freunden…..

Zwei Radgruppen (Familiengruppe mit 7 Kindern, Profigruppe 3 Männer 1 Frau) machen sich auf den Weg, (1201 km) die Städtepartnerschaft Thannhausen- Mortain zu beleben.

Report der Profigruppe nach Angabe von Stephan Martens-Weh

Team: Antonia Hauser, Tourleiter Raimund Kraus, Heinz Dietmayer, Stephan Martens-Weh

Start der Profis in ThannhausenBildnachweis: Bode

Dienstag, 13. 8. 2019    Zwei Tage Vorsprung!

Natürlich war es ein verrückter Einfall, den sich die beiden Partnerschaftskomitees ausgedacht haben. Noch verrückter ist, dass ich hier mit dabei bin,- als „Profi“-Freizeitradler. Nicht zu vergleichen mit unserem Teamführer Raimund, der die Welt per Rad bereist, der Mortain in der Normandie als „Spazierfahrt“ bezeichnet. Also angepackt!- es ist 9.30 Uhr, Sonnenschein, nochmals Gepäckkontrolle, Teamwesten an,- und los geht´s mit großem Abschiedswinken meiner weiblichen Mitarbeiterinnen im Bauamt. Schon bei Ichenhausen kurzer Regenschauer! Nach 80 km haben wir unseren Campingplatz bei Geislingen erreicht. Bereits in dieser 1. Nacht gibt meine Isomatte den Geist auf, wir fahren zurück nach Geislingen und ich besorge mir eine Luxusmatte, 3,8 cm dick und 60,00 € (Tagesetat eindeutig überzogen!)

13.08.2019Bildnachweis: Dietmayer

Mittwoch, 14. 8. 2019    Gekruschtel am Morgen……..

heißt aufstehen, zusammenpacken und einen Blick zum Himmel! Raimund fängt immer an und alle sind ruck zuck auf den Beinen. Dieser Morgen ist frisch, aber mit Sonnenschein. Antonia unser Mädle liebt ein süßes Frühstück, also wird nach Kaffee und zuckerhaltigem Gebäck Ausschau gehalten.

14.08.2019Bildnachweis: Dietmayer

Donnerstag, 15. 8. 2019      Gemeinsam in Saverne

Pünktlich treffen sich die Gruppen am ausgemachten Parkplatz zur gemeinsamen Tour am Kanal. Abends auf dem Campingplatz die ersten Erfahrungsaustausche und ein schöner Abend in Garry´s  „Wohnzimmer“ Habe heute Nacht einen Schlafgast in meinem Ohr,- ein Ohrenzwicker!

SaverneBildnachweis: Dietmayer

Freitag, 16. 8. 2019       Treffpunkt in Nancy

Nun meint es das Wetter nicht so gut mit uns. Wir haben Regen und Gegenwind, dazu die Berge um Nancy. Antonia beschließt sich der Familiengruppe in Nancy für eine kurze Auszeit anzuschließen. Nach dem Zusammentreffen sind wir nochmals 50 km weitergefahren. Da es keine Übernachtungsmöglichkeit gab, verordnete Raimund einen Schlafplatz in freier Natur zu suchen. Es war ein Picknickplatz, an dessen Tisch zwei Franzosen einen Ratsch machten und wir sie fragten, ob sie ein Quartier für uns wüssten. Sie meinten wir sollten doch gleich hier bleiben….! Bis auf einen kläffenden Hund aus einem nahen Gehöft,- war es eine ruhige Nacht.

16.08.2019Bildnachweis: Dietmayer

Samstag, 17. 8. 2019    Wie Clochards unter der Brücke…

Die Tour geht noch minder! Es regnet ohne Unterlass, Die Graswege werden matschig und rutschig. Es gibt zwei Stürze. Vormittags fahren wir noch ohne Antonia, am Mittag treffen wir sie in einem Supermarkt, wo wir gleich essen und einkaufen. Am Abend wieder die bange Frage nach der Übernachtung: keine Möglichkeit in der Nähe und wir möchten nicht mehr weiterfahren. Am Kanal treffen wir auf eine Brücke und einen freundlichen Schleusenwärter. Es stört ihn nicht wenn wir hier unter der Brücke schlafen. Cést la vie! Mit zwei Flaschen Rotwein, leckerem Käse und Baguette ist es schon fast Luxus!

BrückeBildnachweis: Dietmayer

Sonntag, 18. 8. 2019    Eine heiße Liebe in Paris…

…ist die hoffentlich heiße Dusche vom Campingplatz in Paris! Wir haben nur Gegenwind und auch Regen. Mittags genehmigen wir uns eine Pizza in einem kleinen Restaurant. Durch Paris  halten wir Ausschau nach der Familiengruppe, sehen aber nur Touristen… Wir treffen uns mit großem „ Hallo“ auf dem Campingplatz und werden vom „Begleittross“ hervorragend verpflegt. Wieder Pizza und Rotwein. Nach diesen 185 km werden Fahrradreparaturen notwendig.

ParisBildnachweis: Dietmayer

Montag, 19. 8. 2019    Sie nennen mich Bergziege…

Nach dem Frühstück mit Nutella und Baguette sind wir erst gegen 10.00 Uhr abgefahren. Wieder mal starker Gegenwind und viele Berge. Sie nennen mich jetzt Bergziege, und ich darf auf den 140 km sogar mal vorausfahren! Eine kurze Fahrt durch Chartres und wir übernachten auf einem Municipal Campingplatz, das sind gemeindliche Einrichtungen, die meist sehr sauber und sehr günstig angeboten werden.  

19.08.2019Bildnachweis: Dietmayer

Dienstag, 20. 8. 2019   Das Ende der Schinderei beginnt….

Es gibt mal wieder einen „Platten“ er wird schnell repariert und wir genehmigen uns ein Mittagessen im Restaurant mit Bier. 165 km Fahrtstrecke und ein ****Sterne Campingplatz lassen uns richtig übermütig werden! Wir schaffen den Treffpunkt! Der Campingplatz war ein ausgezeichneter Bio-Bauernhof mit Plumpsklo und einem Mini-Sanitärbereich. Die vier Sterne hat er wohl wegen seiner Bioprodukte, aber egal!

PlumskloBildnachweis: Dietmayer

Mittwoch, 21. 8. 2019   Die Spannung steigt…

Wir Profis sind die ersten die am Treffpunkt Rathaus in Domfront eintreffen. Nach und nach trudeln die Familiengruppe und unsere französischen Radler und einige Komiteemitglieder ein. Großes Hallo, Bonjour und Grüß Gott vor dem Rathaus nach knapp 1100 km. Nach einer Stadtführung und einer gemeinsamen Tafelrunde im Rathaussaal, wo wir unsere Gastgeber kennen lernen durften,- begeben wir uns auf die vorerst letzte gemeinsame Etappe. Ziel ist der Gemeindesaal im Dorf Bion das zu Mortain gehört.

21.08.2019Bildnachweis: Dietmayer    

Eine Begegnung im Zeitraffer…

Mittwoch, 21. 8. 2019 

Eine große Gruppe, begleitet von einem Sicherheitsfahrzeug fährt auf der Dorfstraße von Domfront nach Mortain. Die Profis und die Familiengruppe,- in den gelben Westen gut zu erkennen,- radeln mit den französischen Radfreunden auf einem Abschnitt des Veloscenic auf der ehemaligen Eisenbahntrasse von Domfront nach Mortain. Empfangen werden sie mit einem großen Bahnhof. Zwei Regionalzeitungen berichten über das Ereignis und interviewen die Radler. Während des Essens unterhält ein Musikduo und der Bürgermeister Michel Desserouer hält in seiner Rede nochmals die sportlichen und kulturellen Kontakte für unerlässlich zum Gelingen einer Städtepartnerschaft. Er beglückwünschte ausdrücklich alle Teilnehmer für ihren sportlichen Einsatz und dankte allen Helfern und den beiden Komitees für die Ausführung dieser 2017 entstandenen Idee. Die deutsche Delegation mit Gertrud Zimmermann-Wejda, und Johannes Winter (Tourguide)bedanken sich für die Gastfreundschaft und würdigen das große und spannende Programm das in den nächsten Tagen auf sie warten würde

 

Donnerstag, 22. 8. 2019

Unsere französischen Komiteemitglieder fahren uns zum biologisch zertifizierten Bauernhof „Cara-Meuh, der bekannt für die Herstellung von Caramel ist . Nach einer Führung durch das Hofgelände, sehen wir bei der Caramelherstellung zu und dürfen natürlich zur Freude der Kinder probieren! Danach wartet im Hof ein typisch normannisches Picknick auf uns, das mit einem leckeren Carameldessert endet.  

Cara MeuhBildnachweis: Dietmayer

Freitag, 23. 8. 2019

Die letzte Fahrradetappe beginnt! Die Strecke zum Mt. St. Michel ist eine „Genusstour“ flach und mit Aussicht auf den im Dunst liegenden Mt. St. Michel. Die Familiengruppe hat ein Problem mit dem Begleitfahrzeug. Es streikt und bringt den Ablauf ganz gehörig durcheinander. Zwischen Salzwiesen und den neuen riesigen Parkplätzen am Damm zum Mt. St. Michel bereiten unsere Freunde ein leckeres normannisches Picknick zu. Danach ist die Radstrecke nur noch ein kurzes Stück auf der Straße. An den Parkplätzen angekommen müssen unsere Räder wieder verladen werden, denn seit der neue Zugangsdamm errichtet ist, darf auch kein Fahrrad mehr direkt an den Mt. St. Michel fahren. Jetzt ist das Abendteuer Radltour endgültig zu Ende. Geschafft vom Team Profigruppe wurden:  1201 km und 8000 Höhenmeter wurden bewältigt. Das Lichtspektakel am Abend entschädigte alle Strapazen. Weit nach Mitternacht kamen alle in ihre Quartiere.

Samstag, 24. 8. 2019

Wer Lust und Zeit hatte, konnte mit Michel Thebaut einen Spaziergang durch Mortain machen, oder am Barfussweg bei den Reparaturarbeiten,- ausgeführt von Richard Seber und Gottfried Fischer zusehen. Der Barfussweg musste mit neuem Holz vom Thannhauser Eichberg belegt werden. Auch einige Steine und ein Weidenabschnitt machten unserem Arbeitsteam viel Mühe. Hilfe bekamen sie vom Bauhof der Stadt. Der Abend im Töpfereimuseum in Gers war der Abschiedsabend, mit  Essen und Trinken „auf die Freundschaft“ und einer gigantischen Feuershow, die für unsere Kids wieder eine kurze Nacht garantierte. Alle Teilnehmer waren überwältigt von den schönen Tagen in Mortain, der herzlichen Gastfreundschaft und mit “ Auf Wiedersehen“ und „Au revoir!  bis zum nächsten Jahr“ endete diese Begegnung.

BarfußwegBildnachweis: Dietmayer

Aufgeschrieben von Gertrud Zimmermann-Wejda

Tagebuch der Familiengruppe

Dienstag, 13. August 2019
3 Herren und eine Dame, das Team der Profifahrer, trifft sich vor dem Rathaus. Es ist 9.30 Uhr, Sonnenschein, ein guter Tag die Tour über 1180km zu beginnen. Nochmals Gepäckkontrolle, Tourwesten angelegt, ein letzter Toilettengang im Rathaus. Die Nervosität steigt. Eigentlich war noch ein Kaffee geplant. Doch die winkenden Damen aus dem Baureferat machen den Aufbruch dringend! Ist doch ihr Chef einer der Profifahrer.

ProfiradtourBildnachweis: Zimmermann-Wejda

Mittwoch, 14. August 2019
Abends um 22.30 Uhr: haben wir alles? Fahrräder, Decken, Stühle, Campingtische, Proviant, Gastgeschenke, Routenplan…der Kopf und der Rücken schmerzt, – Schmerztabletten! Ab ins Bett.

Donnerstag, 15. August 2019
Servus, Pfia Gott und gute Reise
7.30 Uhr, Feiertag, Maria Himmelfahrt – eigentlich Zeit für den Kirchgang. Hänger ankuppeln und ab zum Treffpunkt Rathaus. Gruppenfoto. Dann setzt sich die Fahrzeugflotte in Bewegung. Ab geht’s, ciau und salut, auf geht’s nach Waltenheim-sur-Zorn, am Sportplatz. Sehen vor lauter Hausbooten auf dem Rhein-Marne-Kanal den Sportplatz nicht. Ehrenrunde für Johannes! Nach Ankunft der Profiradler, erst mal Brotzeit machen – alles was der heimische Garten und Kühlschrank hergibt. Darauf einen Müsliriegel und schon sind alle startklar.

Die Kinder machen sich auf en WegBildnachweis: Zimmermann-Wejda
Diese 23 km der Tour sieht man Schiffe, Schleusen, Warten bei Sonnenschein, aber starker GegenwindSehenswürdigkeiten auf dem WegBildnachweis: Zimmermann-Wejda

In der Zwischenzeit mit Gerry den Randanhänger zum Campingplatz gefahren. Gute Plätze, und liebe Nachbarn. Danach warten, warten, warten. Alle Zelte sind aufgebaut, Ingrid kocht eine Maultaschensuppe. Der kleine Spielplatz vis-à-vis ist perfekt für unsere Kiddies und schnell kommt die Nacht und in den Zelten gibt es ab und an ein Taschenlampengefunzel. Dann gute erste Nacht.

Freitag, 16. August 2019
Unsere Profis fahren fast unbemerkt um 6.45 Uhr ab. Die ersten Croissants, Baguettes und Pain de Chocolat sind richtig lecker. Zur Abfahrt eilt es. Wir beschließen das Schiffshebewerk Saint-Louis/Arzwiller am Kanal zu besuchen. Es ist einzigartig in Europa und ersetzt 17 Schleusen. Dort angekommen haben wir Glück – gerade werden zwei Schiffe 44,55m nach oben gehoben.

Schiffshebewerk Saint-Louis ArzwillerBildnachweis: Zimmermann-Wejda
In Windeseile entdecken unsere Kids eine Rodelbahn vom Berg zum See. Florian spendiert spontan zehn Fahrten. Das „Damenprogramm“ stellt alle zufrieden und rundet die rasante Abfahrt auch für die Kinder ab – dort konnten wir einem Glasbläser bei seiner Arbeit zusehen.

RodelbahnBildnachweis: Zimmermann-WejdaGlasbläser beid er ArbeitBildnachweis: Zimmermann-Wejda
Abfahrt nach Nancy. Johannes findet einen kostenlosen Parkplatz am Kanal, eine Nachricht der Profigruppe eilt uns voraus: sie sind 10km vor Nancy!! Wir treffen auf dem Parkplatz Raimund mit seiner Truppe. Für die drei Männer ist die Stimmung zufriedenstellend, für Antonie ist die erste Schmerzgrenze in den Bergen um Nancy erreicht. Sie kommt mit uns, zuerst auf einen Spaziergang in die Stadt.

Treffen mit den ProfisBildnachweis: Zimmermann-Wejda.

Ein leckeres Eis belohnt den strapaziösen Tag und alle sind glücklich.

Nur Gerry und Danieks sind „Schwund“…am Lac du Der treffen wir uns am Campingplatz glücklicherweise wieder.

Müde RadfahrerBildnachweis: Zimmermann-Wejda

Samstag, 17. August 2019
Jetzt tritt ein was schon befürchtet: Regen! Trotzdem schließt sich Antonie nach der kurzen Pause wieder der Profigruppe an. Trotzdem lassen sich die Kinder nicht vom Radeln abhalten und machen den Campingplatz unsicher. Zum Glück gibt es ein Schwimmbad auf dem Campingplatz. So sind abends alle müde und picobello sauber.

 

Sonntag, 18. August 2019
Paris, wir kommen!
Alle schlafen noch, nur eine ist schon fleißig, Evi macht Morgenfotos, als Erinnerung an den Lac du Der! Der Himmel sieht für vielversprechend aus. Wir drängen zum Aufbruch, nur 260km liegen vor uns! Noch ein Foto, tanken, Brot kaufen, tanken und Navi neu programmieren. Die „Gelbwesten“ der Partnerschaft sind zur abenteuerlichen Fahrt durch Paris gerüstet Johannes und Katharina führen hervorragend und umsichtig. Paris ist voller Touristen, kaum Platz zum Durchkommen! Allein Johannes kennt die vielen Wege und Straßen, die Erwachsenen haben die Sicherheit an den Ampeln und Absperrungen im Blick. Es läuft, als wäre es nicht das erste Mal Mit den gelben Westen werden wir von den Autofahrern schon vom weitem wahrgenommen. Auch für die Gruppenmitglieder eine praktische Orientungshilfe! Ein großer Dank geht an unseren Bürgermeister Schwarz, der sie der Gruppe spendiert hat . Erst abends um 20.30 Uhr sind wir von unserer erlebnisreichen Tour durch die Hauptstadt zurück. Die Profigruppe stößt spätabends auch noch dazu und hilft gleich bei einer Reifenpanne. 

Paris_Familie1
Paris_Familie

Paris_Familie2
Montag, 19. August 2019
Nach dem langen Tag lassen wir es heute erst einmal gemütlich angehen. Der übervolle Campingplatz lehrt uns beim Waschhaus: Anstehen, anstehen, anstehen. Die nächste Etappe Mayenne liegt 250km entfernt – dazwischen machen wir eine kurze Picknickpause im Park der Schlosskapelle von Dreux. Am Campingplatz in Mayenne wird die schwäbische „Abordnung“ herzlich begrüßt – uns erwartet ein großer Zeltplatz, Willkommenstrunk und regionale Spezialitäten!

Picknick

Dienstag, 20. August 2019   Mayenne – ein Landstrich, eine Stadt und ein gleichnamiger Fluss!

Der Morgen in der Mayenne beginnt mit Wildtaubengegurre! Welch eine Ruhe auf dem Platz, man könnte noch lange vor sich hin dösen, aber der Tag bringt einige logistische Probleme. Ein Auto funktioniert nicht so richtig, deshalb fällt die Radltour an der Mayenne aus. Statt dessen begeben wir uns nach Laval in eine Autowerkstatt, doch wir haben keine Chance auf fachkundige Auskunft, denn im August hat man einfach Ferien in Frankreich. Alle Werkstätten haben nur Notdienst oder sind gleich ganz zu. Wir retten die Stimmung mit einem Crepes-Essen und einem Besuch in der sündhaft teueren  Chocolaterie  Le Derf . Danach ist Zeit für den Besuch des Tatin Museums in Cossé-le-Vivien.

Bei einer Führung erfahren wir viel über den „Comic-Zeichner“ seiner Zeit, denn jedes seiner Werke hat eine Botschaft,- die meist winzig klein in monumentalen Figuren oder Zeichnungen verborgen ist.

Unsere Tour zurück führt uns durch einige Orte der schwäbischen Bezirkspartnerschaft in der Mayenne. So fahren wir durch Cossé-le-Vivien (Zaisertshofen, Tussenhausen) Changé (Ichenhausen)

und Craon (Buchenberg)

 

Mittwoch, 21. 8. 2019   Die Spannung steigt…

Wir Profis sind die ersten die am Treffpunkt Rathaus in Domfront eintreffen. Nach und nach trudeln die Familiengruppe und unsere französischen Radler und einige Komiteemitglieder ein. Großes Hallo, Bonjour und Grüß Gott vor dem Rathaus nach knapp 1100 km. Nach einer Stadtführung und einer gemeinsamen Tafelrunde im Rathaussaal, wo wir unsere Gastgeber kennen lernen durften,- begeben wir uns auf die vorerst letzte gemeinsame Etappe. Ziel ist der Gemeindesaal im Dorf Bion das zu Mortain gehört.

    

Eine Begegnung im Zeitraffer…

 

Mittwoch, 21. 8. 2019 

Eine große Gruppe, begleitet von einem Sicherheitsfahrzeug fährt auf der Dorfstraße von Domfront nach Mortain. Die Profis und die Familiengruppe,- in den gelben Westen gut zu erkennen,- radeln mit den französischen Radfreunden auf einem Abschnitt des Veloscenic auf der ehemaligen Eisenbahntrasse von Domfront nach Mortain. Empfangen werden sie mit einem großen Bahnhof. Zwei Regionalzeitungen berichten über das Ereignis und interviewen die Radler. Während des Essens unterhält ein Musikduo und der Bürgermeister Michel Desserouer hält in seiner Rede nochmals die sportlichen und kulturellen Kontakte für unerlässlich zum Gelingen einer Städtepartnerschaft. Er beglückwünschte ausdrücklich alle Teilnehmer für ihren sportlichen Einsatz und dankte allen Helfern und den beiden Komitees für die Ausführung dieser 2017 entstandenen Idee. Die deutsche Delegation mit Gertrud Zimmermann-Wejda, und Johannes Winter (Tourguide)bedanken sich für die Gastfreundschaft und würdigen das große und spannende Programm das in den nächsten Tagen auf sie warten würde

 

Donnerstag, 22. 8. 2019

Unsere französischen Komiteemitglieder fahren uns zum biologisch zertifizierten Bauernhof „Cara-Meuh, der bekannt für die Herstellung von Caramel ist . Nach einer Führung durch das Hofgelände, sehen wir bei der Caramelherstellung zu und dürfen natürlich zur Freude der Kinder probieren! Danach wartet im Hof ein typisch normannisches Picknick auf uns, das mit einem leckeren Carameldessert endet.

 

Freitag, 23. 8. 2019

Die letzte Fahrradetappe beginnt! Die Strecke zum Mt. St. Michel ist eine „Genusstour“ flach und mit Aussicht auf den im Dunst liegenden Mt. St. Michel. Die Familiengruppe hat ein Problem mit dem Begleitfahrzeug. Es streikt und bringt den Ablauf ganz gehörig durcheinander. Zwischen Salzwiesen und den neuen riesigen Parkplätzen am Damm zum Mt. St. Michel bereiten unsere Freunde ein leckeres normannisches Picknick zu. Danach ist die Radstrecke nur noch ein kurzes Stück auf der Straße. An den Parkplätzen angekommen müssen unsere Räder wieder verladen werden, denn seit der neue Zugangsdamm errichtet ist, darf auch kein Fahrrad mehr direkt an den Mt. St. Michel fahren. Jetzt ist das Abendteuer Radltour endgültig zu Ende. Geschafft vom Team Profigruppe wurden:  1201 km und 8000 Höhenmeter wurden bewältigt. Das Lichtspektakel am Abend entschädigte alle Strapazen. Weit nach Mitternacht kamen alle in ihre Quartiere.

 

Samstag, 24. 8. 2019

Wer Lust und Zeit hatte, konnte mit Michel Thebaut einen Spaziergang durch Mortain machen, oder am Barfussweg bei den Reparaturarbeiten,- ausgeführt von Richard Seber und Gottfried Fischer zusehen. Der Barfussweg musste mit neuem Holz vom Thannhauser Eichberg belegt werden. Auch einige Steine und ein Weidenabschnitt machten unserem Arbeitsteam viel Mühe. Hilfe bekamen sie vom Bauhof der Stadt. Der Abend im Töpfereimuseum in Gers war der Abschiedsabend, mit  Essen und Trinken „auf die Freundschaft“ und einer gigantischen Feuershow, die für unsere Kids wieder eine kurze Nacht garantierte. Alle Teilnehmer waren überwältigt von den schönen Tagen in Mortain, der herzlichen Gastfreundschaft und mit “ Auf Wiedersehen“ und „Au revoir!  bis zum nächsten Jahr“ endete diese Begegnung.

 

Aufgeschrieben von Gertrud Zimmermann-Wejda

 

Fotos: Heinz Dietmayer, Katharina Binder, Eva Lenk,

Familienradtour Thannhausen - Mortain

Start beider Gruppen ist Thannhausen

Familiengruppe mit PKW, Wohnmobil, Wohnwagen, etc.

Profigruppe mit dem Rad

 

Teilnahmevorrausetzungen:

 

eigener PKW, Fahrräder + Helm, Campinggepäck

 

Fahrräder und Campinggepäck kann während der Tour in den Begleitfahrzeugen transportiert werden.

Die Gruppenstärke ist begrenzt. Die Plätze werden nach Anmeldedatum vergeben.

 

Kosten:

pro Familie (4 Personen) ca. 500€ inklusive Benzin, Übernachtung und teilweise Verpflegung 

 

Folgenden Kosten werden übernommen:

Verpflegung in Mortain, Eintrittsgelder Begleitfahrzeuge, Tourführung und Routenplanung und -führung

 

Routenplan für Familientour 2019

Donnerstag15.08.2019Start in Thannhausen mit PKW
Treffen in Wanzenheim, 1. Radtour nach Saverne, ÜB Campingplatz Seasonova Les Portes d´Alsac
Freitag16.08.2019Autofahrt über Nacy, (Aufenthalt) St. Dezier zum Lac du Der, ÜB Ca. La Presqu íl de Champaubert
Samstag17.08.2019

Radtour ins Naturreservat mit Besuch des versunkenen Dorfes, weiterer Tag zur freien Verfügung. ÜB Campingplatz

La Presqu il de Champaubert

Sonntag18.08.2019Autofahrt nach Paris (Hippodrome) Radtour durch Paris, ÜB Campingplatz Camping de Paris
Montag19.08.2019Autofahrt Alencon,  Mayenne,  ÜB Camping du Gué St. Leonhard
Dienstag20.08.2019Radtour an der Mayenne, Autofahrt zur Schokoladenmanufaktur mit Führung und Verkostung, oder Besuch des skurrilen Museums Robert Tatin,  ÜB Camping du Gué St. Leonhard
Mittwoch21.08.2019Autofahrt nach Domfront, Treffen auf die franz. Partner, Stadtrundgang, Picknick im Schloss von Domfront, gemeinsame Radtour nach Mortain. Offizieller Empfang, gemeinsames Essen, Verteilung in Familien oder ÜB Campingplatz Mortain
Donnerstag22.08.2019Mit dem Auto nach Vains, Besichtigung eines Bauernhofes mit Karamell Herstellung, Normannisches Mittagessen, Rückkehr nach Mortain, gemeinsames Abendessen (Grillen) mit den franz. Fam.
Freitag23.08.2019gemeinsame Radtour von Ducey nach Courtils, Picknick im Kloster Ardevon, weiter zum Mt. St. Michel, Führung und Besuch des abendlichen Licht- und Tonspektakels ÜB Camping du Mont Saint Michel
Samstag24.08.2019Mit dem Auto nach Mortain, Töpfermarkt/Essen in Gers, Freizeit, gemeinsames Abendessen und Abschluss der Aktion
Sonntag25.08.2019Abfahrt der Begleitfahrzeuge mit Rücktransport der Profifahrer  

Mit Blaulicht nach Frankreich

Aus einer Stammtischidee wird in den 80ern eine ungewöhnliche Reise nach Mortain, auf der junge Feuerwehrler aus Thannhausen viel Kurioses erleben.

Die Protagonisten der Geschichte: Sechs junge Feuerwehrler und ein Feuerwehroldtimer. Der Plan: eine Fahrt in die über 1000 Kilometer entfernte Partnerstadt Mortain, Normandie, Frankreich. Mit dem Opel Blitz, dem ersten Feuerwehrfahrzeug der Thannhauser Feuerwehr aus dem Jahr 1954, machen sich im Sommer 1984 Josef Pfitzmayr, Willi Jodl, Martin Schwab, Willi Oettl, Hans Kriener und Gottfried Fischer auf den Weg. Sie lernen Land und Leute kennen, obwohl keiner von ihnen französisch spricht. Ein Kupplungsschaden zwingt sie allerdings, den Opel Blitz zunächst in Frankreich zurückzulassen. Martin Schwab hat den Roadtrip mit seiner Kamera festgehalten.

Öffnungszeiten

Zu den folgenden Zeiten hat unsere Verwaltung geöffnet: 

Montag

08:00 - 12:15 Uhr

Dienstag

08:00 - 12:15 Uhr
und 14:00 - 16:00 Uhr

Mittwoch

08:00 - 12:15 Uhr
und 14:00 - 18:00 Uhr

Donnerstag

08:00 - 12:15 Uhr
und 14:00 - 16:00 Uhr

Freitag

08:00 - 12:15 Uhr

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